May 20, 2026

AMD Anti-Lag 2 im Test in Valorant: Lohnt es sich, es zu aktivieren?

Riot Games hat kürzlich AMD Anti-Lag 2 in Valorant integriert und bietet Spielern mit neueren AMD-Grafikkarten damit eine Alternative zu Nvidias Reflex-Technologie. Diese Funktion, die für GPUs der Radeon RX 6000-Serie (RDNA 2) und neuer entwickelt wurde, zielt darauf ab, die Eingabeverzögerung zu reduzieren – ein entscheidender Faktor in taktischen Shootern, wo Millisekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden können.

Erste Tests deuten jedoch darauf hin, dass der tatsächliche Nutzen dieses Updates stark von der jeweiligen Computerhardware abhängt.

AMD Anti-Lag für Valorant

So aktivieren Sie Anti-Lag 2 in Valorant

Diese Funktion wurde zwar mit Patch 12.09 eingeführt, ist aber nicht standardmäßig aktiviert. Wenn Sie erst kürzlich gespielt haben, gehen Sie nicht davon aus, dass die Einstellung bereits aktiv ist.

Um die Funktion zu aktivieren, öffnen Sie die Spieleinstellungen, wechseln Sie zum Reiter „Grafik“ und suchen Sie den Schalter unten auf der Hauptseite. Da sich die Funktion einfach ein- und ausschalten lässt, können Sie die Leistung auf Ihrem System problemlos testen.

Leistungstests auf High-End-Hardware

Um die Auswirkungen der neuen Einstellung in der Praxis zu bewerten, wurden Latenzmessungen mit dem Latency and Display Analysis Tool (LDAT) von Nvidia durchgeführt. Dieses Hardware-Tool misst die genaue Verzögerung zwischen physischen Mausklicks und dem entsprechenden Mündungsfeuer auf dem Monitor.

Die Tests wurden auf einem High-End-System mit einer AMD Radeon RX 9070 XT und einem Ryzen 7 7800X3D Prozessor durchgeführt. Für jede Konfiguration wurden über 150 Klicks aufgezeichnet und gemittelt:

  • Anti-Lag 2 AUS: 10,00 ms (durchschnittlich 934 FPS)
  • Anti-Lag 2 EIN: 9,84 ms (durchschnittlich 921 FPS)

Eine Reduzierung um 0,16 Millisekunden ist im Spielbetrieb praktisch nicht wahrnehmbar. Die gleichzeitige Aktivierung des älteren Anti-Lag-Filters auf Treiberebene und des spielinternen Anti-Lag 2 erhöhte die durchschnittliche Latenz sogar auf 10,03 ms. Dies deutet darauf hin, dass die gleichzeitige Nutzung beider Einstellungen kontraproduktiv ist.

Die minimale Verbesserung auf High-End-Systemen ist zu erwarten. Leistungsstarke Konfigurationen verarbeiten die Eingabe-zu-Anzeige-Pipeline bereits so schnell, dass kaum Optimierungsspielraum besteht. Während einige Spieler auf eine Hardware-Leistungssteigerung hoffen, um sich in Valorant einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, werden Besitzer von High-End-PCs durch dieses Update wahrscheinlich keinen nennenswerten Unterschied feststellen.

Anti-Lag 2 Test

Die Auswirkungen auf Budget- und Mittelklasse-PCs

Der wahre Nutzen von Anti-Lag 2 liegt wahrscheinlich vor allem bei Spielern mit Einsteiger- oder älterer Hardware. Wenn die GPU eines Computers der Flaschenhals ist, erhöht sich üblicherweise die Eingabeverzögerung. Technologien wie Anti-Lag 2 gleichen die CPU-Auslastung mit der GPU-Auslastung ab und tragen so dazu bei, die Eingabeverzögerung auch unter hoher Last gering zu halten.

Spieler sollten jedoch mögliche Leistungseinbußen beachten. Tests zeigten zwar, dass die durchschnittliche Bildrate mit aktivierter Einstellung stabil blieb, die niedrigste Bildrate (1% Low) sank jedoch von 565 FPS auf 489 FPS. Ein deutlicher Rückgang der niedrigsten Bildrate kann in hektischen Spielmomenten mitunter zu leichten Rucklern führen.

Die richtige Balance finden

Da die Hardwarekonfigurationen so stark variieren, lässt sich Anti-Lag 2 am besten selbst testen. Wenn Sie eine flüssigere Reaktion ohne Einbußen bei der Bildwiederholrate feststellen, lohnt es sich, die Funktion aktiviert zu lassen.

Im kompetitiven Gaming sind eine stabile Bildrate und geringe Eingabeverzögerung entscheidend für eine konstante Leistung. Dieses Update könnte der nächste große Durchbruch für Valorant sein, die Gesamtleistung des Spiels steigern und es Spielern mit leistungsschwächeren PCs ermöglichen , höhere Ränge zu erreichen . Es ist an der Zeit, eure Systemeinstellungen zu optimieren und euer Spielerlebnis zu verbessern.

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