January 28, 2026

Highguard entfernt stillschweigend Erwähnungen von Apex Legends von der Steam-Seite

Als Highguard im Dezember 2026 bei den Game Awards angekündigt wurde, war das Konzept glasklar: Ein neuer Free-to-Play-Shooter von den Machern von Titanfall und Apex Legends. Diese Verbindung war nicht nur eine Randnotiz, sondern das zentrale Verkaufsargument. Doch am Veröffentlichungstag ist dieses Alleinstellungsmerkmal stillschweigend aus einem der wichtigsten Verkaufsargumente des Spiels verschwunden.

Am 26. Januar, dem Tag der Veröffentlichung von Highguard für PC und Konsolen, wurde die Steam-Beschreibung bearbeitet, um alle Bezüge zu Apex Legends und Titanfall zu entfernen. Laut den von SteamDB erfassten Änderungen positionierte der ursprüngliche Text Highguard explizit als Projekt „von den Machern von Apex Legends und Titanfall“. Am Montag war diese Passage verschwunden und durch eine deutlich neutralere Beschreibung der PvP-Raid-Shooter-Mechaniken und des Fantasy-Settings des Spiels ersetzt worden.

Highguard-Spielbanner

Gibt Respawn Highguard etwa schon auf?

Auf den ersten Blick mag dies wie eine harmlose Anpassung wirken. Shopseiten werden schließlich ständig bearbeitet. Doch der Kontext ist hier entscheidend. Die Verbindung zu Apex Legends war nicht bloß Marketing-Gerede. Sie war von Anfang an Teil der öffentlichen Identität von Highguard.

Bei der Präsentation des Spiels im Rahmen der Game Awards 2025 hob Geoff Keighley persönlich hervor, dass es von 61 Entwicklern stammte, die zuvor an Apex Legends und Titanfall gearbeitet hatten. Die Botschaft war eindeutig: Es handelte sich um ein neues Studio, das jedoch auf bewährter Shooter-DNA aufbaute. Diese Darstellung wurde in frühen Berichten wiederholt und am Veröffentlichungstag durch einen Xbox Wire-Beitrag, der offen auf beide Spielreihen Bezug nahm, erneut bekräftigt.

Trotz dieser ansonsten einheitlichen Darstellung steht die Steam-Seite nun allein da. Die Xbox- und PlayStation-Stores erwähnten Apex Legends oder Titanfall von Anfang an nicht, Steam hingegen schon – und jetzt nicht mehr. Das lässt die Entfernung eher beabsichtigt als zufällig erscheinen.

Realitätscheck am Starttag

Der Zeitpunkt der Änderung hat zu zahlreichen Spekulationen geführt. Highguard wurde auf Steam zunächst schlecht aufgenommen, die Spielerbewertungen fielen überwiegend negativ aus. Die Beschwerden reichen von Balanceproblemen über technische Schwierigkeiten bis hin zu einem Mangel an Spieltiefe im Vergleich zu dem, was viele von einem Entwicklerteam mit solch einer traditionsreichen Geschichte erwartet hatten.

Vor diesem Hintergrund erscheint es aus Markenperspektive sinnvoll, das Spiel von Apex Legends abzugrenzen.

Hochgarde Condor

Apex ist nach wie vor einer der bekanntesten Namen im Bereich der kompetitiven Shooter. Eine schlecht aufgenommene Veröffentlichung mit diesem Erbe in Verbindung zu bringen, könnte unerwünschte Gegenreaktionen hervorrufen, sowohl von Spielern als auch von ehemaligen Kollegen, die noch immer für Apex arbeiten.

Vergessen wir nicht, dass es noch eine andere Möglichkeit gibt: Rechtliche Bedenken könnten das eigentliche Problem sein. EA könnte eingreifen und einschränken, wie intensiv ein unabhängiges Studio mit dem Namen Apex Legends werben darf. Es gibt aber auch die einfachste Erklärung: Jemand aus dem Marketing könnte entschieden haben, dass die Beschreibung zu lang oder zu detailliert war und sich für eine kürzere, allgemeinere Formulierung entschieden haben. Bislang gibt es keine offizielle Erklärung.

Apex Legends floriert

Interessanterweise bleibt Apex Legends eine dominierende Kraft im Bereich der Ranglisten-FPS . Die Rangliste zieht weiterhin Spieler an, denen Fortschritt, Status und sichtbare Verbesserungen sehr wichtig sind. Apex Legends Esports wächst 2026, und die Wettkampfspieler sind fokussierter denn je. Ranglisten-Boost-Dienste , Coaching und Online-Streams unterstützen diese Community von Spielern, die höhere Ränge, zeitlich begrenzte Belohnungen oder saisonale Ziele anstreben.

Highguard hatte ganz offensichtlich gehofft, mit bekannten Namen und einem guten Ruf dieselbe wettbewerbsorientierte Zielgruppe anzusprechen. Die Entfernung von Apex Legends von der Steam-Seite schwächt diese Verbindung, insbesondere für Spieler, die gerade wegen dieser gemeinsamen Herkunft neugierig geworden sein könnten.

Die bizarre Entwicklung von Highguard

Ob diese Änderung nun durch rechtlichen Druck, Markenschutz oder schlicht Schadensbegrenzung bedingt war, sie reiht sich in eine wachsende Liste merkwürdiger Entscheidungen rund um Highguards Debüt ein. Öffentlich wurde das Spiel als spiritueller Nachfolger von Shooter-Veteranen präsentiert. Insgeheim vermeidet einer der prominentesten Vertriebskanäle nun jegliche Erwähnung dieser Vergangenheit.

Solange die Entwickler die Änderung nicht direkt kommentieren, müssen die Spieler selbst die Zusammenhänge erkennen. Für ein Spiel, das ohnehin schon darum kämpft, sich in einem hart umkämpften FPS-Markt zu positionieren, war die Entfernung eines wichtigen Glaubwürdigkeitsmerkmals von vornherein verdächtig. Da Highguard nach dem Launch versucht, sich zu stabilisieren, dürfte Transparenz genauso wichtig sein wie Balance-Patches und Bugfixes.

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